Ursprung & Blütezeit
Wann wurde die Burg Straufhain erbaut, wie sah sie aus und warum wurde sie zerstört? Diese Fragen beschäftigen Besucher und Einheimische gleichermaßen.
Die Besiedlung des vulkanischen Kegelberges reicht weit zurück. Vermutlich nutzten bereits Kelten den Ort als Heiligtum, ähnlich der nahen Steinsburg. Nach dem Abzug der Kelten folgten wechselnde Siedlungsspuren von Alamannen und Thüringern. Im 6. Jahrhundert verdrängten die Franken die Thüringer, woraufhin zeitweise auch slawische Stämme bis zum Main vordrangen.
Mit der karolingischen Besiedelung ab dem 7. Jahrhundert verbreitete sich das Christentum und es entstanden feste Verwaltungsstrukturen im fränkischen Grabfeld Gau. In dieser Zeit errichteten Gaugrafen erste hölzerne Befestigungen auf den Anhöhen die Anfänge der Burg Struphe.
Während der Rodungsphasen im Frühmittelalter (8. bis 11. Jahrhundert) entstanden viele heutige Dörfer. Diese Blütezeit wurde jedoch von Einfällen nomadischer Ungarn bedroht. Zum Schutz entstanden befestigte Fluchtburgen wie der Straufhain. Erst nach dem Sieg Ottos des Großen im Jahr 955 endete diese Gefahr und das ostfränkische Reich entwickelte sich zum deutschen Königreich.
Diese Entwicklungen rückten den Straufhain ins geschichtliche Bewusstsein und ebneten den Weg für seine kommende Blütezeit, die wir in Teil 2 näher beleuchten.