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Kirmes

 

Kirmeszeit im Gemeindegebiet Kirmes Linden-„13, 14 – Karmes“

Wenn dieser Ruf erschallt, dann ist Klein und Groß und Jung und Alt auf den Beinen.Ein Höhepunkt im Jahr ist immer die Kirmes – für Faschingsmuffel ist dies die 5. Jahreszeit.

 

 

Von Ort zu Ort zwar etwas unterschiedlich, aber in vielen Punkten gleicht sich der Ablauf:

Donnerstag       - Tännchensetzen und Antrinken der Kirmes

Freitag             - Kirmestanz am Abend mit Aufführung des Kirmesplans

Samstag           - am frühen Morgen geht die Kirmesgesellschaft im Dorf

                         von Haus zu Haus

    -  am Abend Kirmestanz mit Aufführung Kirmesplan

Sonntag            - Tanz unter dem Kirmesbaum bzw. der Tanzlinde

    -    Kindertanz mit der Kirmesgesellschaft

    -    Kirmespredigt

    -   Kirmessprüche

Montag             - Abschluss für die Kirmesgesellschaft

 

Im Monat August beginnen die ersten Veranstaltungen zur Kirmeszeit.

Die aktuellen Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender.

Gemeinsamkeiten:

-         die teilnehmenden Pärchen tragen Tracht bzw. die Jungen Hut- und Jackenschmuck

-         die Kirmes beginnt am Donnerstag immer mit einem zünftigen Essen in den örtlichen Gasthäusern (Saure Fleck, Meerrettich und verschiedene Bräten mit Klößen gehören dazu) und einem ordentlichen Umtrunk

-         die Kirmesburschen holen am Donnerstag Abend ihre Mädle ab und haben in den Gasthäusern ihren ersten Auftritt mit ordentlicher Blasmusik und einem Tanz für die Anwesenden

-         zur Kirmes selbst gehören die musikalischen Ständle vor jedem Haus in den einzelnen Ortschaften – als Dankeschön erhält die Kirmesgesellschaft eine kleine finanzielle Einlage in die Kirmeskasse; vielleicht noch ein Schnäpschen für die Kirmesgesellschaft, aber auf jeden Fall erhält man einen Schluck vom Kirmesbier

-         es gibt Spruchweisheiten von den Kirmesburschen, von den Kirmesmädchen und eine Predigt; in dieser werden die Streiche der Einwohner vom Kirmespfarrer auf die Schippe genommen

-         Kindertanz mit der Kirmesgesellschaft gehört dazu, auch „Rucki-Zucki...“ und „Laurenzia, liebe Laurenzia...“

-         der oder die „Hanswürste“ – Erscheinungsbild: spitzer Hut (meistens ausrangierte Zuckertüten), Maske vorm Gesicht, ein Kostüm mit Stofffetzen besetzt (schön bunt) und nicht zu vergessen eine Patsche aus Holz – wer ihm begegnet muss schon mal damit rechnen, einen leichten Schlag auf den Hintern zu bekommen – dies geschieht aber meistens bei vorlauten Jungs und Mädchen

-         Gießerträger ist der Verantwortliche für den „Kirmesgießer“ mit dem vermutlich früher das Bier ausgeschenkt wurde

-         der „Oberplotzer“ ist der erste Kirmesbursche in der Aufreihung der Kirmespaare, der den Hut für alles auf hat

-         nach den Pflichttänzen tanzen die Kirmespaare mit ihren Eltern; der „Oberplotzer“ und seine Partnerin übernehmen im ersten Tanz den Bürgermeister und seine Frau

-         die Kirmesmädchen gehen mit dem Hut ihres „Plotzers“ auf die Suche nach Junggesellen und fordern diese zum Tanzen auf – hierfür bezahlt der Auserwählte in die Kirmeskasse einen Beitrag und bekommt dafür ein Freigetränk

-         der Gang in die Kirche zum gemeinsamen Gottesdienst

 

Unterschiede:

-         Stellen eines Kirmesbaumes oder das Schmücken der Tanzlinden

-         die Sprüche werden von Burschen und Mädchen an den Kirmestagen (Samstag – Sonntag – Nachmittag) getrennt vorgetragen

-         die Kirmespredigt erfolgt entweder am Sonntag Nachmittag unter der Linde bzw. dem Kirmesbaum oder aber am Sonntag Abend zu später Stunde im Festsaal

-         Kirmestracht bei den Jungen ist entweder ein dunkler Anzug mit Hut oder im Frack mit Zylinder

-         die Planaufführung besteht in der Regel aus drei Tänzen – Walzer, Rheinländer und Polka

-         verschiedene Showeinlagen am Samstag oder Sonntag Abend

-         die Kirmesburschen werden von ihrem Kirmesmädchen zum Mittag eingeladen

-         „Extratour“ für die Kirmesgesellschaft

-         die Kinder aus dem Kindergarten schließen sich beim Umzug durchs Dorf der Kirmesgesellschaft an und tragen ihre „Sprüchla“ vor (Kinderkirmes)

-         Kirmesfrühschoppen am Sonntag

-         am Sonntag wird ein Kirmes-Kuchen der Sorte „Extragroß“ zur Unterstützung der Kirmesgesellschaft verkauft

 

Unsitten zur Kirmeszeit:

-         der Kirmesgesellschaft den „Kirmes-Gießer“ mausen – diese muss ihn dann freikaufen

-         den Kirmesbaum ansägen oder anschwärzen (deshalb wird dieser Baum auch in der Nacht von der Kirmesgesellschaft bewacht, damit dies nicht passiert)

-         Gutes Essen und Unmengen Trinken

-         die Stimme versagt, weil zu laut und zu oft „13,14 ....“ geschrieen wird und die Beine sind etwas überbelastet, entweder vom vielen Thekenstehen oder dem Tanzen wegen

 

Zum Schluss:

Die Dorfjugend will uns beweisen, „wir sind uns einig und halten zusammen; es wird eigens für die Gäste der Kirmes ein Programm zusammengestellt.

Aus diesem Grund – lassen Sie uns auch einig sein – diese Festtage zu besuchen und der Jugend die Ehre zu erweisen, ihr zusammengestelltes Programm zu prüfen und dafür zu danken – mit Beifall, einem Lachen und einer kleinen Spende für die Aufwendungen.

 

Also in diesem Sinne – lasst uns Kirmes feiern gehen!

 

„Ja ihr Leut – es is soweit – 13, 14 Karmes is heut – ich hoff die Klöß senn gut geraten un geschmeckt hat auch der Gänsebraten ...“

„.. un nu is mit meim Spruch Schluss, weil da hinter mir ach nuch wos soch muss...“

„Prost ihr Musikanten – mei Plotzerra soll labn und ihre Eltern danam!“

 

 

Gemeinde Straufhain

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